.

Home Office – eine größten Veränderungen in der Arbeitswelt durch die Corona Pandemie. Am 07. Oktober 2020 entschieden wir, auf Basis der Empfehlung der Bundesregierung bis auf weiteres aus dem Home Office zu arbeiten. Zu diesem Zeitpunkt bestand –  wie so oft im Zusammenhang mit der Corona Pandemie – keine langfristige Planung und keine terminliche Aussicht, wann wir wieder ins Büro zurückkehren würden. Als voll digitalisiertes Unternehmen lief der Wandel in das mobile Arbeiten aus technischer Sicht ohne Probleme und bedurfte keiner Anpassungen. Dennoch waren manche Dinge zunächst noch ungewohnt und (zwischenmenschliche) Prozesse mussten sich erst noch finden – zu eingespielt waren die Büroprozesse.

Schnell aber fanden wir uns im Home Office ein und lernten, vor allem die Vorteile von remote Work zu schätzen. So profitieren wir nicht nur von einer neu dazu gewonnene Flexibilität, sondern sparen uns auch den Arbeitsweg. Nicht wenige von uns brauchten bis dato 60 bis 90 oder gar 120 Minuten am Tag, um ins Büro und wieder nach Hause zu gelangen – Zeit, die wir alle lieber mit Familie, Freunden, beim Sport oder einfach nur auf der Couch verbringen. Dieser enorme Mehrwert für das Privatleben führt zu einer besseren Ausgeglichenheit aller Beteiligten und damit verbunden außerdem zu einer gesteigerten Produktivität und Motivation bei der Arbeit.

Aber geht durch remote work nicht die Unternehmenskultur und der zwischenmenschliche Austausch verloren? Muss nicht sein. Denn wie so oft, gilt auch hier: wo ein Wille, da ein Weg. Trotz Entfernung können Mittagspausen gemeinsam (virtuell) verbracht werden. Darüber Hinaus bietet unser Kommunikationstool Slack eine Integration mit wöchentlichen “Donuts”, bei denen jeweils zwei KollegInnen sich zum ratschen verabreden, um beispielsweise einen Ersatz für das klassische Gespräch an der Kaffeemaschine zu schaffen.

Für uns überwiegen also definitiv die Vorteile des remote Workings, was sich dementsprechend in unserer Bürobesetzung der letzten 12 Monate widerspiegelte. Zudem ergab eine MitarbeiterInnenumfrage den weit verbreiteten Wunsch, auch in Zukunft vor allem remote zu arbeiten und nur für einzelne Tage ins Büro zu gehen.

Daher sind wir zu der für uns einzig logischen Schlussfolgerung gekommen: Wir haben unser Büro gekündigt. Bis zum Ende Oktober diesen Jahres hatten wir eine Bürofläche von 700qm in Berlin Mitte unweit des Brandenburger Tors. Wer die Berliner Wohnungspreise kennt, weiß, dass wir für dieses Büro eine Menge Geld für die Miete gezahlt haben. Geld, welches wir lieber in die Weiterentwicklung und Verbesserung unseres Produktes und MitarbeiterInnen investieren.

Die Auflösung unseres Büros war zunächst ein nicht zu unterschätzendes Aufwand (hier geht ein riesengroßes Dankeschön an Anja, die den größten Teil des Projekts gestemmt hat!!). Wie die meisten Personen mit einem Keller oder Dachboden bestätigen können: wenn man den Platz hat, dann werden Dinge aufgehoben, die man dann doch nie wieder braucht. Also musste zunächst einmal gründlich ausgemistet werden. Nach vielen Runden zum Altpapier-Container lichtete sich das Bild und es fühlte sich wirklich befreiend an! Marie Kondo hat also tatsächlich Recht!

Wir werden allerdings nicht auf Dauer ohne Büro agieren. Ab dem ersten Dezember ziehen wir in das Co-Working Space WeWork am Potsdamer Platz. Wir freuen uns dort die Vorteile eines Shared Office Spaces wie zum Beispiel den Kontakt und die daraus entstehenden Mehrwerte und Inspiration mit anderen Unternehmen. 

Zudem sehen wir in diesem Umzug als wichtigen Schritt in unserem Bewusstsein für den Umweltschutz. So können wir dank des häufig wegfallenden Arbeitswegs nicht nur einen enormen Umfang unseres CO2 Ausstoßes einsparen, außerdem trägt die Shared Economy zu einer effizienteren Ressourcennutzung (z.B. Drucker, Kühlschränke, Büroflächen) bei. Durch die  Nutzung von Büroeinheiten von mehreren Unternehmen, verringern sich somit auch Abfälle. Des Weiteren haben wir mit dem Umzug unsere Bürofläche bedeutend reduziert und damit ebenso den Energiebedarf verringert.

Die erhebliche Flexibilität für alle MitarbeiterInnen kommt natürlich auch dem Unternehmen zugute. Abgesehen von der bereits erwähnten gesteigerten Motivation und Produktivität trägt sie auch zur Bindung der MitarbeiterInnen bei. So entschied sich mit Freja eine Kollegin, aus Berlin wegzuziehen. Mit einer strikten Büropflicht hätten wir diese wertvolle Kollegin verloren. Dank unserer Unternehmenskultur war ihr Umzug kein Problem und wir freuen uns, weiterhin mit ihr zusammenzuarbeiten. Außerdem genießen wir den Vorteil bzw. die Chance, auf einen enorm gewachsenen Talent Pool zugreifen zu können und so qualifizierte KollegInnen unabhängig ihres Wohnorts einstellen zu können. In diesem Jahr konnten wir daher mit Thaís eine neue Kollegin für uns gewinnen, die aus Hamburg arbeitet. Dank unserer Zusammenarbeit mit WeWork und den über 800 Standorten weltweit besteht sogar die Möglichkeit, dass KollegInnen in einer anderen Stadt als Berlin wohnen und dennoch in einem Büro arbeiten können. 

Ich habe keinen großen Unterschied zwischen dem Onboarding bzw. der Arbeit von zu Hause und im Büro gespürt. Vielleicht, weil unser Job sowieso online ist. Der einzige Punkt, der mir Sorgen machte, war, dass ich mich bei der Arbeit allein fühlen könnte, aber dank meines Teams, der täglichen morgendlichen Calls und der Art und Weise, wie wir bei Ingenious im Team arbeiten, fühle ich mich nicht allein.

Thaís Brenda Bille
Customer Solutions Managerin

Dir gefällt unsere Unternehmenskultur? Bewirb Dich gerne bei uns. Wir suchen neue TeammitgliederInnen im Bereich Marketing und Partner Development.